Die Anfänge des GWE

 

Ein guter Anfang braucht Begeisterung  . . .

 

Im Jahr 1967 meldete sich der Fußballclub GW Elben vom Spielbetrieb ab. Bis zum 19.01.1990 gab es dann keinen Fußballverein mehr in unserem Dorf.

Ein Zustand, den man nicht länger hinnehmen konnte!

Bereits im Jahr 1986 hatten einige fußballbegeisterte junge Männer den Wahl-Elber Johannes Schneider gefragt, ob er ihr Trainer sein könne. Dieser ging den Job voller Elan an, denn eines wurde sofort klargestellt: Nur für eine Thekenmannschaft oder ein bisschen „Dorfkickerei“ war Johannes Schneider nicht zu haben.

So wurde zwei Jahre lang auf dem -seit über 20 Jahren verwaisten- alten Fußballplatz des Dorfes und in den Wäldern um Elben trainiert.

Im Jahr 1988 schloss man sich als dritte Mannschaft dem FSV Gerlingen an.

Aber mit der Zeit reifte die Erkenntnis: Es ist bestimmt schöner im eigenen Verein, als in einer dritten Mannschaft des Nachbarortes zu spielen.

Also wurde das Projekt Neugründung des GW Elben angegangen.

Das Verhältnis zum FSV Gerlingen war und blieb gut. Bei der Neugründung stand der FSV dem GW Elben mit Rat und Tat zur Seite. Auch nach der Trennung sollten die Gerlinger den Elbener Spielern ihren Platz zur Verfügung stellen.

Die Einladung zur Gründungsversammlung am 19. Januar 1990 stieß im Dorf auf breite Resonanz und so war das Elbener Jugendheim bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Anwesenden waren fußballbegeistert und vor allem die älteren -die zum Teil selbst im früheren GW Elben gespielt hatten- freuten sich darüber, die alte Tradition fortzuführen.

Die vorrangigen Ziele, die an diesem Abend definiert wurden, fanden allgemeine Zustimmung. Zum einem sollte der Dorfjugend die Perspektive gegeben werden, einmal im eigenen Verein zu spielen. Man wollte sich als Verein etablieren und mit den anderen Vereinen zusammenarbeiten, der große Wunsch war, in weiterer Zukunft einmal  Jugendarbeit zu leisten und neben dem Fußball weitere sportliche  Möglichkeiten zu bieten.

Doch zunächst wollte man die Saison 1989/1990 als Mannschaft „FSV Gerlingen III“ zu Ende bringen, bevor die neue Saison 1990/1991 erfolgreich angegangen werden konnte.

 

In der Gründungsversammlung des  SV Grün-Weiß Elben 1990 e.V.  wurde der folgende Vorstand gewählt:

 

1. Vorsitzender:              Johannes Schneider

2. Vorsitzender:              Martin Schulze

Geschäftsführer:            Christoph Scherer

Kassierer:                       Ludger Clemens

Spielerobmann:              Klaus Reichling

Beisitzer:                        Erwin Epe

 

Die ersten Kassenprüfer des Vereins waren Dietmar Häner und Günter Nicklas.

 

Aktuell hat der Grün-Weiß Elben 141 Mitglieder (49 aktive / 92 passive). Das ist für einen reinen Fußballverein in einer Ortschaft dieser Größe, eine beachtliche Leistung.

 

 

 

   . . . ein gutes Ende Disziplin

 

Der Spielerkader des Grün-Weiß Elben bestand zum Zeitpunkt der Vereinsgründung aus 18 Spielern. Es war eine sehr junge Truppe, das Durchschnittsalter lag bei 23 Jahren. Im Januar 1990 stand die Mannschaft als FSV Gerlingen III auf dem fünften Tabellenplatz mit Tendenz nach oben.

 

In die Meisterschaftsrunde der Saison 1990/1991 startete der Grün-Weiß Elben in der Kreisliga C, Gruppe 5. Die erste Saison unter der Führung von Johannes Schneider als Trainer verlief äußerst erfolgreich. Zum Meisterschaftsauftakt am 25.08.1990 feierte der GWE gleich einen 4:1-Sieg bei der dritten Mannschaft des VSV Wenden. Im weiteren Verlauf gab es in 11 Spielen nur eine Niederlage(am vierten Spieltag mit 0:1 in Hützemert), so dass mit dem grandiosen Torverhältnis von 50:7 Treffern bei 20:2 Punkten die Herbstmeisterschaft errungen werden konnte.

 

Der Spielerkader war zu diesem Zeitpunkt auf 23 Akteure angewachsen. Ziel war es, zum Ende der Saison einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften zu erreichen.

 

 

Doch es sollte noch besser kommen!!

Zum Ende der Saison stand der GWE auf Platz 1 der Tabelle und stieg somit im ersten Jahr des Bestehens in die Kreisliga B auf.                                                                              rk

 

 

 

 

 

Saison 2000/2001

 

In die Saison 2000/2001 starteten wir mit einem neuen Trainer und weiteren Neuzugängen. Der 1. Vorsitzende, Stefan Dornseifer und ich waren sehr zufrieden, frühzeitig im Jahr Werner Heuel für den Grün-Weiß zu gewinnen. Wir besprachen mit Werner die lang gehegten Ziele, verbunden mit dem unbedingten Willen, in die Kreisliga A aufzusteigen.

Mit Werner kamen noch weitere Neuzugänge um den Kader spielerisch zusätzlich aufzuwerten. In der Vorbereitung trainierte die Mannschaft hart. Werner schaffte es sehr schnell, die neuen Leute zu integrieren und eine starke Fußballmannschaft zu formen. Die Saison startete und die Liga wurde von Beginn an durch Oberveischede und Elben beherrscht.

Zwei Spieltage vor Saisonschluss stand Oberveischede noch vor uns in der Tabelle. Wir konnten zwar das Hinspiel auf eigenem Platz für uns entscheiden, unvergessen war jedoch das vorletzte Spiel in Oberveischede. Das Spiel der Spiele! Hier galt es unbedingt zu gewinnen um in der Tabelle an Oberveischede vorbei zu ziehen.

Nach 90 Minuten stand es 1:3 für Elben. Mentor Hajdari, Josef Junge und Dirk Kuhring waren die Torschützen zum Erfolg. Die Freude war riesengroß so dass wir nach dem Spiel in Elben das Jugendheim öffneten und bis in die tiefe Nacht feierten. Dieser Sieg war quasi die Vorentscheidung zum greifbar nahen Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

Das letzte Spiel zur Meisterschaft hatten wir als Heimspiel in Elben auf dem wunderschönen Naturrasen. Bei herrlichem Sonnenschein gewannen wir mit 5:0 gegen Bleche/Germinghausen und ließen die Korken ordentlich knallen. Endlich war es geschafft  und in der Zeitung stand geschrieben: „Darauf hat ein ganzes Dorf gewartet“ und „Fußball-Elben im Ausnahmenzustand“. Die Aufstiegsfeier auf dem Elbener Schützenplatz war ein tolles Fest mit vielen Gratulanten aus Elben und der nahen Umgebung. Auch der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen uns zu beglückwünschen. Am nächsten Tag feierten wir dann mit der Mannschaft in der Alten Schmiede in Wenden. Mit einem Planwagen fuhren wir durch Elben und Wenden                                                  kr

 

 

 

Saison 2001/2002

 

Die neue Saison in der 1. Kreisklasse starteten wir sehr euphorisch. In der Zeitung war zu lesen: „Darauf haben die Elbener Fußballfreunde sehnsüchtig gewartet“. Exakt zehn Jahre nach dem Aufstieg in die Kreisklasse B schaffte Grün-Weiß Elben nach packendem Endspurt, in dem der große Konkurrent BW Oberveischede quasi auf der Ziellinie noch abgefangen wurde, erstmals den Sprung in die Kreisklasse A.

Das erste Spiel in der 1. Kreisklasse hatten wir gegen Iseringhausen zu bestreiten, die waren ein Jahr zuvor aufgestiegen. Das sportliche Ziel der neuen Saison lag darin, in der oberen Tabellenhälfte zu spielen. Verstärkt hatten wir die Mannschaft mit fünf Neuzugängen. Darunter auch Peter Niklas, unser jetziger Ortsvorsteher von Elben. Bereits zum Ende der Vorrunde zeichnete sich eine erfolgreiche Saison ab. Wir standen ganz oben in der Tabelle. Der Plan oben mitzuspielen ging auf. Wir konnten als Tabellenführer in die Winterpause gehen. Zu diesem Zeitpunkt dachte jedoch noch niemand daran, dass schon in naher Zukunft das Wunder von Elben geschehen würde. In der Winterpause konnten wir den Trainervertrag mit Werner Heuel verlängern und auch die Spieler hatten ausnahmslos für die kommende Saison unter Werner frühzeitig zugesagt.

Nun lag alles daran, gut aus der Winterpause zu kommen. Am 24. Spieltag der 1. Kreisklasse war der Punktevorsprung auf den Verfolger Listerscheid auf 2 Punkte zusammengeschmolzen, als uns der drittplatzierte VFR Rüblinghausen als Gegner auf unserem schönen Rasen gegenüberstand.

Das war für Werner ein ganz besonderes Ereignis. War Werner doch von 1985-1989 und von 1990-1994 Trainer beim VFR Rüblinghausen. In Werners Brust schlugen also zwei Herzen: ein blau-weißes für Rüblinghausen und ein Grün-Weißes für Elben! Diese Partie konnte Elben mit 1:0 für sich entscheiden.

Im April 2002 -bereits zwei Spieltage vor Saisonende- stand es dann fest. Grün- Weiß Elben war Meister der Kreisliga A2. Wir gewannen 2:0 gegen Schreibershof und waren für die Konkurrenten in der Liga uneinholbar. Danach war nur noch Jubel in Grün-Weiß. Sekt und Bier flossen in Strömen. Unser Torwart Christof Jung: „Mit Wenden, Hillmicke und Gerlingen bin ich aufgestiegen, aber einen Durchmarsch wie hier habe ich noch nie erlebt - einfach fantastisch!“

Werner Heuel schrieb: „Zu einem Durchmarsch durch die Kreisliga A gehören ein Superteam, ein engagierter Vorstand und vor allem ein Publikum das den Spielern den nötigen Rückhalt gibt. Auswärtsspiele von uns waren Zahltage für den Gegner. Auf Heimspiele konnte sich jeder Spieler freuen, denn wo gibt es in der Kreisliga Fans mit Trikots oder Vereinsschal.“

Die Aufstiegsfeier auf dem Schützenplatz in Elben war ein rauschendes Fest. Der 1. Vorsitzende, Thomas Epe, begrüßte die vielen Fans und Gratulanten. Wir waren superstolz auf unsere Leistung: Auf das Wunder von Elben!                                                                                                                         kr

 

 

 

 

Saison  2013/2014

 

Neun Neuzugänge sind zu verbuchen

Zu Beginn der Saison 2013/2014 konnte die SG neun neue Spieler für die Erste Mannschaft gewinnen: Eduard Redel, Christopher Struck, Mike Schwarz, Yannick Bieker, Tobias Brüser, Philipp Van Gerven (alle SF Biggetal), David Wolf (TUS Rhode) Patrick Nathe (SV Rahrbachtal) und Julian Grebe (VSV Wenden), gaben die Zusage für die neue Saison. Keiner dieser Spieler, hatte bei der Zusage das Alter von 22 Jahren überschritten, somit war das erste große Ziel des neuen Trainer-Trios, die Mannschaft zu verjüngen, schon erreicht.

 

 

Vorbereitung bringt den ersten sportlichen Erfolg

Die Bedenken einiger SG-Anhänger, dass die „Neuen“ sich nicht so schnell integrieren würden, wurde unmittelbar ad-absurdum geführt. Die Integration mit dem Verein klappte bestens, die Mannschaft fand sehr schnell zusammen und konnte –erstmals nach 1989- den Stadtpokal für Kleusheim gewinnen. Auch die weitere Vorbereitung verlief sehr erfolgversprechend.

 

 

Erste Pokalrunde mit einem blauen Auge überstanden

In der ersten Pokalrunde ging es zur klassentieferen SpVg Iseringhausen. Mit viel Einsatz und Aggressivität verlangte die Mannschaft aus Iseringhausen unserer SG alles ab. Mit einem 2:2 ging es in die Verlängerung. Jetzt machte sich aber die harte Vorbereitung bezahlt; läuferisch und spielerisch konnte die Spielgemeinschaft nur überzeugen und gewann dann am Ende doch noch verdient mit 4:2. Damit war die erste Hürde im Pokal genommen und man konnte sich auf  das erste Spiel  gegen den  Aufsteiger SV Rahrbachtal konzentrieren.

 

 

Mit einem Sieg in die neue Saison gestartet

Am ersten Spieltag kam der hochgehandelte Aufsteiger aus Rahrbachtal, nach Elben. Wie von allen erwartet, war es ein hart umkämpftes Spiel auf dem Elber Rasenplatz. Aber am Ende konnte sich die Brüser-Elf mit einem 1:0 durch Julian Quast zur Freude der Zuschauer durchsetzen und fuhr die ersten 3 Punkte in Richtung Aufstieg ein.

 

 

Zweite Pokalrunde bringt das Aus

Lange konnte die SG sich nach dem ersten Heimerfolg in der neuen Saison nicht ausruhen, denn am folgenden Mittwoch war der Aufstiegsfavorit der Kreisliga A SC LWL zu Gast.

Die Zuschauer sahen ein sehr gutes Spiel unserer Mannschaft, leider mit einem glücklichen Ende für den klassenhöheren Gegner SC LWL.  Einen Vorteil hatte das Ausscheiden im Pokal: man konnte sich jetzt voll auf die Meisterschaft konzentrieren.

 

 

Herbstmeister mit 34 Punkten aus 15 Spielen

Die erste Saisonhälfte verlief für die Mannschaft um Sebastian Brüser voll nach Plan.

Mit 11 Siegen, 3 Niederlagen und einem Unentschieden ging man in die Winterpause.

 

 

Zweiter beim Stadtpokal in der Halle

Auch in der Halle konnte die SG überzeugen. Die Vorrunde beim Olper Stadtpokal lief hervorragend und die Mannschaft konnte aus 8 Spielen und 18 Punkten, als zweiter in das Halbfinale einziehen. Im Halbfinale spielte man gegen den TUS Rhode, hier konnte man sich im 9-m-Schießen durchsetzen. Erst im Finale, gegen den Westfalenligist SpVg Olpe, musste man sich mit 5:1 geschlagen geben.

 

 

Vorrundenaus beim Gemeindepokal in Wenden

Beim Gemeindepokal in Wenden war leider schon in der Vorrunde Schluss, obwohl man den klassenhöheren Vereinen einiges abverlangte. Gegen den VSV Wenden spielte man 1:1 unentschieden. Doch gegen RW Hünsborn musste man sich mit 5:3 geschlagen geben. Da Wenden nur mit 2:1 gegen Hünsborn verlor, zog der VSV -aufgrund des besseren Torverhältnisses- in die Zwischenrunde ein.

 

 

Holpriger Start in die Rückrunde

Beim ersten Spiel nach der Winterpause musste man sich mit einem 1:1 gegen den SV Maumke zufrieden geben.  Besonders zu erwähnen ist hierbei, dass Markus Niklas  es nicht verlernt hat und mit seinem Kunstschuss zum 1:1 der SG einen Punkt retten konnte.

 

 

Topspiel vor 300 Zuschauern

Im Spitzenspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A unterlag der Spitzenreiter aus Kleusheim und Elben dem FC Lennestadt II, vor einer Landesliga-reifen Kulisse von 300 Zuschauern denkbar knapp mit 1:2.

Doch Formfehler des FC Lennestadt bringen der SG die 3 Punkte zurück. Beim Spiel  wurden 5 Spieler aus dem Landesligakader eingesetzt, dies ist laut DFB nicht erlaubt.

Somit  wurde das Spiel mit 2:0 für die SG Kleusheim/Elben gewertet, die zu diesem Zeitpunkt 6 Punkte Vorsprung bei noch verbleibenden 6 Spielen vorzuweisen hatte.

 

 

Aufstieg im Derby

SG Kleusheim/Elben : VSV Wenden II  3:0 (1:0)

Am drittletzten Spieltag wurde das große Ziel erreicht: der Aufstieg in die Kreisliga A.

Gut 200 Zuschauer sorgten schon während des Spiels für großartige Stimmung in Elben, und nach dem Schlusspfiff war die Freude riesengroß, dass man es geschafft hatte.

Lang anhaltender Beifall der Fans zeigte den Akteuren, dass man sehr stolz auf das Team und die gezeigten Leistungen war. Die komplette Mannschaft freute sich zunächst im Mittelkreis, machte mit den Fans die Welle, um dann die zahlreichen Glückwünsche entgegenzunehmen. Der Dank der Mannschaft und der Fans galt auch dem äußerst erfolgreichen Trainerteam, die natürlich schon auf dem Rasen eine Dusche aus Bier, Sekt und Wasser über sich ergehen lassen musste. Sie nahmen es nicht nur gelassen hin, sondern freuten sich sichtlich; auch ihnen merkte man deutlich an, dass sie sehr stolz auf ihr Team waren und sind.

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